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Peter Fessler

Von kanadisch-polnisch-deutscher Herkunft wurde Fessler in Köln geboren und bekam mit 12 Jahren seinen ersten Gitarrenunterricht in Jazz und brasilianischer Musik. Nach seiner schulischen Laufbahn folgte schon bald ein längerer USA-Aufenthalt mit musikalischen Studien und Sessions in Clubs, Bars, Hotels in New York und San Francisco. Erste, eigene Kompositionen entstanden.

Peter Fessler

Zurück aus den USA beginnt Fessler ein kurzes Studium für Gesang im Jazzseminar der Musikhochschule in Köln und ist Sänger der Latin-Jazz-Formation TRIO RIO. Als er erkennt daß seine eigene Musikalische Welt zu kurz kommt, zieht er sich erneut zur musikalischen Erneuerung in die USA zurück: Internationales Jazzrepertoire in New York und Songwriting in San Francisco. Kontakte, Begegnungen, Studioarbeit.

Zurück in Deutschland folgen, neben dem ersten Soloalbum MY SONGS, wieder zahlreiche Konzerte, Radio- und TV-Produktionen: Solo, Trio, Quartett, Big Band (WDR/ HR/ RIAS). Fessler ist nun auch die deutsche Stimme von ALADDIN in der gleichnamigen Walt-Disney-Produktion. Nach dem Erscheinen seines Albums DON'T TELL ME widmet sich FESSLER in den folgenden 5 Alben konsequent dem Jazz- und Latinjazz-Repertoire und, zunehmend, seinen eigenen Kompositionen.

Auf seinem i.J. 2000 erschienen Album SIGNATURES, mit ausschließlich eigenen Kompositionen, hat FESSLER einen Crossover-Ausflug der Besonderen Art gewagt, in die Gefilde des "Sophisticated Pop-Jazz. Er entwickelt seinen virtuos-percussiven Gesangsstil und brilliert mit spielerischer Leichtigkeit und instrumentaler Vokaltechnik. Ein weiterer "Gänsehautfaktor" seiner Kunst sind die tiefen, empfindsamen Auslotungen und Interpretationen anspruchsvollster Jazzballaden, die, neben seinen eigenen Kompositionen deren stimmigster und authentischster Exeget er nunmal ist, zu den Höhepunkten seiner Konzerte zählen.

"...für seine mühelos über 4 Oktaven reichende mal gezügelt mal expressiv agierende Stimme braucht er keine aufwendige Begleitung; der mit einer Konzertgitarre ausgestattete FESSLER kennt den singenden FESSLER ohnehin am besten..." schrieb ein Kritiker enthusiastisch. Auch AL JARREAU war von dieser Fähigkeit so beeindruckt, daß er ihn mit seiner Konzertgitarre beim Jazzfestival in Montreux für Duette zu sich auf die Bühne holte.

Im gleichen Jahr war FESSLER, dem mittlerweile das Attribut MULTI VOICE vorauseilt, Special Guest der RANDY CRAWFORD Tour. 1999, nach einem Doppelkonzert bei den JazzOpen in Stuttgart, plauderten BOBBY MC FERRIN und FESSLER in einem ausführlichen Radio-Interview über Lust und Leid virtuoser Vocalisten, deren Gesang ein ungeheuer aufregendes Balancieren mit der Intensität Ihrer Gefühle und Stimmen ist, deren vocaler Ausdruckswille sie immer wieder an die Grenzen des Möglichen führt, und die es dennoch nicht lassen können weil sie von ihrer Kunst besessen sind und davon, ihr Publikum mit waghalsiger Kreativität regelrecht zu verzaubern.

Auf seinem aktuellen Album LANDSCAPE TAPESTRY verbindet er mit lockerer Virtuosität Songmaterial aus dem American Songbook, mit Highlights brasilianischer Musik und eigenen Songs. Stimme, Gitarre, akkordische Jazzlicks und vocal sounds, mal etüdenhaft leicht, mal von höchter Risikobereitschaft getragen, bilden ein intimes Miteinander. Dieser Mix aus der Sensibilität und Großräumigkeit des klassischen, europäischen Kunstliedes und den Songstrukturen und Instrumentierungen amerikanischer und brasilianischer Musik ließe sich möglicherweise als "European Jazz - Lied" beschreiben.

Nachdem LANDSCAPE TAPESTRY auch in Japan auf den Markt kam und ein japanisches Label die Compilation "Here's that Rainy Day" herausbrachte, gab Fessler noch Ende 2003 sein Konzert-Debut in Tokyo.

 

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