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Pressestimmen: Wu Wei


Duo Riss Publikum im Palais mit

Als der Geheitipp der 2. Kulturnacht entpupte sich das Duo "Wu Wei & Ulrich Moritz", das mit seiner Mischung aus traditionellen Fernöstlichen Instrumenten und modernen europäischen Rhythmen perfekt zum Theme des kulturellen Brückenschlages passte. Arnstadt- das Publikum im Neuen Palais war hingerissen.

„Dabei hatten wir gerade mit diesem Beitrag so unser Bedanken, ob er ankommen würde?, gestand Stadtmarketingchefin Dr. Anne Göhler. Sorgen, die unbegründet waren, denn das auf ersten Blick scheinbar so gar nichts gemeinsam habende Duo hatte in Nullkommanichts eine große Fangemeinde erobert. Der Applaus wollte nicht enden, CDs fanden reißenden Absatz und auch Nachfragen nach weiteren Auftritten in Arnstadt gab es schon.

Besonders beeindruckte beim Konzert, das sich in Etappen über den ganzen Abend hinzog, Wu Weis Fertigkeit auf dem Sheng, jener chinesischen Mundorgel, die auf eine über 3000-jährige Geschichte zurückblicken kann. 1993 wurde der Künstler Solist für eben jenes Instrument beim Solist für klassische Musik Shanghai. Als er 1995 nach Berlin kam, brachte er nicht sein Instrument mit, sondern auch eine gehörige Portion Offenheit für die westliche Musik.

Heraus kam mittlerweile eine wohl einmalige musikalische Mischung, die Traditionen zweier so unterschiedlicher Kulturen zu einem faszinierenden Klangerlebnis verbindet. Seinen Anteil daran hatte natürlich auch in Arnstadt Ulrich Moritz, zweite Hälfte des Duos und seit 20 Jahren Percussionist, Trommler und Rhythmuslehrer. So gab es denn von klassischer chinesischer Musik bis zu modernen Jazzimprovisationen wirklich fast nichts, was es nicht zu hören gab. (br) Freies Wort 29.05.2002


Fernöstlicher Jazz in den Kammerspielen

Von Manuela Klitzsch

Magdeburg. Grüne Hügel mit meisterhaft angelegten, terrassenartigen Feldern, aus denen milchig der Nebel aufsteigt und den Blick freigibt auf einen lehmigen Flu?, an dessen Ufer sich ein chinesischer Tempel erhebt.

China, ganz klar, mag sich der fantasievolle Zuhörer in den ersten Minuten beim novemberlichen Jazz in der Magdeburger Kammer gedacht haben. Fernöstliche, ungewohnte, wenn nicht gar noch nie gehörte Klänge waren da zu erleben. Aus Shanghai stammt Wu Wei, illustrem Instrumentarium angereist war. Okarina (Xun),Bawu, Erhu und die chinesische Mundorgel (Sheng), immer neue, fremdartige Klangkörper wurde von ihm hervorgezaubert und mussten sich eine jazzig Behandlung gefallen lassen.

Die chinesische Mundorgel könnte praktisch als die „Mutter? aller orgelähnlichen Peifenibstrumente unserer Breiten angesehen werden, blickt sie doch auf unglaubliche 3000 Jahre Tradition zurück. Umso erstaunlicher die Tatsche, dass Wu Wei als gebürtiger Chinese sich nicht scheute, den metallischen Klan seiner Mundorgel in die europäische Jazz-Szene der Gegenwart hinüberzuretten. Und er tat es meisterhaft und mit einer Freude, die ihm deutlich anzusehen war. Dec.2001


"Weltklasse" Konzert

Arnstadt (AA). Fernöstliche Klänge und Improvisationen begleiten die Ausstellungseröffnung "Inspiration Ostasien" in der 2. Arnstädter Kulturnacht im Schlossmuseum. Das Duo "Wu Wei & Ulrich Moritz" aus Berlin bezaubert die Zuhörer mit ihrer außergewöhnlichen Musik und mit traditionellen Instrumenten aus China.

Wu Wei, der Virtuose auf Sheng und Erhu, und Ulrich Moritz, der Ausnahme-Percussionist zwischen allen Kulturen - beide haben sich bereits international einen Namen gemacht. Wu Wei wurde 1993 Solist für Sheng (chin. Mundorgel) im weit über China hinaus berühmten Orchester für chinesischer klassischen Musik Shanghai.

Mit einem Künstlerstipendium kam Wu Wei 1995 nach Berlin. Er ist auf unzähligen Konzertbühnen und Festivals in- und Ausland zu Hause. Ulrich Moritz ist seit über 20 Jahren als Percussionist, Trommler und Rhythmuslehrer bekannt. Ausgehend von Jazz und allen Stillen populärer und improvisierter Musik, arbeitet er mit Musikern vieler Kulturkreise und Künstlern unterschiedlicher Bereiche zusammen: Tanz, Malerei, Schauspiel, Literatur. Als Duo" Wu Wei & Ulrich Moritz"entwickeln sie ihre weltumspannende Musik in großen Bögen, gespeist aus ihren Kulturen und aus ihrer immensen Spielfreude, ihrer Neugier und Energie. Es entsteht eine improvisierte Folklore, eine humorvolle Avantgart-Musik, der Jazz einer imaginären Big Beautiful World.
22.05.2002


Sheng im Wilden Westen

Das Duo Wu & Moritz auf der b-flat-Bühne

Eine spannende Liaison sind der Berliner Perkussionist Ulrich Moritz und der chinesische Musiker Wu Wei eingegangen. Wu Wei ist ein international renommierter Virtuose auf Sheng und Erhu (chinesische Mundorgel und Geige) und kam 1995 als Stipendiat des DAAD nach Berlin. Hier widmete er sich dem Studium westlicher Musik, entdeckte Jazz und improvisierte Musik und machte sich einen Namen als moderner Interpret chinesischer Musik.

In Berlin traf er auf den im Grenzbereich von Jazz, Pop und Weltmusik aktiven Schlagwerker Ulrich Moritz, der unter anderem mit seiner Band Die Elefanten für Furore sorgte und mit seinem Spiel bereits Interpreten wie Mikis Theodorakis, Volker Schlott, Laren Newton oder Jocelyn B. Smith begleitete. In großen Bögen entwickelten Moritz und Wei eine höchst spannende Art improvisierter Folklore, gespeist durch die unterschiedlichen Spielarten ihrer Kulturen, die hier auf wundersame Weise zusammenfinden. pem
Berliner Morgenpost Dienstag, 07. November 2000

 

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