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Tango CrashDie Geschichte von Tango Crash reicht bis in die 80er Jahre zurück. Bereits 1987, als die beiden Bandgründer Daniel Almada und Martin Iannaccone noch in Buenos Aires lebten, machten sie ihre ersten gemeinsamen Aufnahmen, die paradoxerweise bereits Parallelen mit Tango Crash aufwiesen...
Die Kassette, die unter dem Titel "Almada-Iannaccone" vom Label “Cirse“ veröffentlicht wurde, bestand weitestgehend aus Eigenkompositionen und verwendete die Elektronik in der selben Art und Weise wie Tango Crash heute: Percussion-Sequenzen und programmierte Bässe und Sounds. In jener Zeit waren die beiden aber weit näher an der sogenannten “Fusion“ als am Tango. Einige konzeptuelle Ideen waren aber bereits geboren. Der Kontakt zu Marcio Doctor, der 1989 nach Europa zog und heute zu den bekanntesten Percussionisten der internationalen Jazz-Szene gehört, wurde bereits in Buenos Aires geknüpft, als er Mitglied der Gruppe "Comedia" und war und bei einem der Konzerte von "Almada Iannaccone" in Buenos Aires als Special Guest auftrat. Seit mehr als fünf Jahren hat die Band unzählige Konzerte auf den großen Festivalbühnen und in Clubs in Europa und Südamerika gegeben und steht nunmehr für eine ganz eigene Sichtweise im sogenannten “Electrotango“. Tango Crash präsentiert im April 2008 sein neues Album “Bailá Querida“. Das neue Werk präsentiert wieder großartige argentinische und europäische Künstler: Marcio Doctor und Gregor Hilbe (Perkussion), Lopecito und Nicolas Nobili (Stimmen), Rodrigo Dominguez (Saxophon), Susana Andres (Geige) und Christian Gerber (Bandoneón). Tango Crash zeigt bei dieser neuen Produktion einen neuen Sound, der die starke Identität der Band erhält und immer neue Wege im Tango und der elektronischen Musik geht. "Bailá Querida" hat das mutige Feeling des Jazz und die dunklen Farben der Tango Musik sowie den gewandten Umgang im Einsatz von elektronischen Sounds und Samples, der die Musik von Tango Crash zu etwas ganz besonderem macht. Die Geschichte von Tango CrashSeit sie sich 1987 kennengelernten, haben Almada und Iannaccone immer zusammen Musik gemacht und das, obwohl Almada 1990 in die Schweiz zog. Als Almada etwa 1997 nach Buenos Aires reiste und die neuen Tendenzen der Elektrifizierung der populären Musik hörte, kam den beiden die Idee, den Tango mit den neuen elektischen Rhythmen zu mischen, ohne dabei aber dessen speziellen Groove zu vernachlässigen. Die Distanz war dank des Internets kein Problem. Die beiden schickten sich Sequenzen per Email hin und her, und so wurden die Ideen von dem jeweils anderen aufgenommen und weiterbearbeitet. Das Stück "Pararrango" entstand auf diese Weise. So verging einige Zeit, ohne dass sich daraus ein konkretes Projekt entwickelte. Da trat plötzlich Joe Zawinul auf den Plan, der zu der Zeit Konzerte in Buenos Aires gab und eines Tages bei Martin Iannaccone eingeladen war. Als er einige der Aufnahmen der beiden hörte, sagte er zu Martin: „Ihr müsst daran weiterarbeiten!“ Dies war ein wichtiger Anstoß für das Projekt. Dennoch war es schwer an ein konkretes Ziel zu denken, bis schließlich Martin Iannaccone im März 2001 nach Deutschland zog und damit die Sache erheblich vereinfachte. Der erste Schritt auf dem Weg zu Tango Crash waren mehrere gemeinsame Auftritte mit argentinischen Musikern wie Santiago Vazquez, Rodrigo Dominguez und anderen, die immer mehr nach Europa strebten. Martin Iannaccone hatte dann die Idee, ein Cello-Solo-Konzert mit elektrischer Begleitung bei der Bienale für Architektur im August 2002 in Berlin zu spielen, was schließlich der Beginn von Tango Crash war. Daniel Almada nahm diesen Impuls auf, entwarf eine Version von „El Choclo“ und widmete sich dem Stück "Pararrango". Zudem kam der Saxophonist Rodrigo Dominguez nach Europa, man organisierte im November 2002 zwei Konzerte im Theater von Basel und lud Marcio Doctor ein. Von da an wurde kontinuierlich gearbeitet. Das Duo Almada-Iannaccone reiste im Dezember des gleichen Jahres mit der Idee, die Aufnahmen für ein Album zu beginnen nach Buenos Aires. In San Telmo/Buenos Aires kamen sie mit Dominguez, Santiago Vazquez und als Special Guest „Lopecito“ zusammen. In den folgenden drei Wochen nahmen sie in verschiedenen Momenten die Bandoneonisten Gabriel Rivano und Pomo Tapia, die Percussion von Santiago Vazquez sowie die unglaublichen Solos des Saxophonisten Rodrigo Dominguez auf. Zurück in Europa wurden in Hamburg die Percussion von Marcio Doctor, in Berlin das Cello von Iannaccone und in Basel das Klavier von Almada aufgenommen. Mit Hilfe von Iannaccone und Marcio Doktor montierte Almada alle Aufnahmen zu einem Ganzen. Der Mix und das Mastering wurde dann wieder in Buenos Aires im Studio von Sergio Romano und Eduardo Bergallo gemacht.
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