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Daniel Smith

Mit seinem neuen Jazz-Album The Swingin’ Bassoon, dem „swingenden Fagott“, demonstriert Daniel Smith erneut den mit seinen Werken und seiner Karriere vertrauten Fans, dass er sehr wohl in der Lage ist, ein solch widerspenstiges und schwer zu handhabendes Instrument wie das Fagott tatsächlich zum Swingen zu bringen.

Judy NiemackDaniel Smith

Daniel Smith – bassoon
M. Bejerano - p,
J. Sullivan - b,
L. Afonso - dr

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Als Solo-Fagottist mit den weltweit meisten Plattenaufnahmen wird Daniel Smith in Klassikkreisen gerühmt für die bahnbrechende und vielfach ausgezeichnete Gesamtaufnahme aller 37 Fagottkonzerte von Antonio Vivaldi sowie für zahlreiche weitere Klassik- und Crossover-Alben.

Die Jazz-Hörer hatte Smith bereits mit seiner CD Bebop Bassoon überrascht, auf der er Kompositionen von Dizzy Gillespie, Charlie Parker, Thelonious Monk, Sonny Rollins und weiterer moderner Jazzlegenden interpretierte. International wurde das Album in mehr als 50 herausragenden Kritiken gewürdigt sowie weltweit von zahlreichen Radiosendern präsentiert. In einem Genre, in dem ein eigenständiger, individueller Klang für einen Instrumentalisten von überragender Bedeutung ist, kann Smith mit Recht für sich verbuchen, genau diesen Wiedererkennungswert tatsächlich zu besitzen.

Auf The Swingin’ Bassoon versammelt Smith wiederum dieselbe bewährte Rhythmusgruppe um sich, die ihn bereits auf dem Bebop-Album begleitete. Hierbei kann der Pianist Martin Bejerano, international bekannt durch seine Mitarbeit im Ron Haynes Quartett, als gleichrangiger Bandleader gelten; denn auch Bejerano veröffentlichte unter eigenem Namen auf Reservoir Records unlängst die CD Evolution/Revolution.

John Sullivan, der ebenfalls zur Stammformation der Haynes-Band gehört, ist in der New Yorker Szene für seine solide Bassarbeit bekannt, während der aus Kuba stammende Schlagzeuger Ludwig Afonso seinen internationalen Durchbruch als Mitglied der Fusionband Spyro Gyra feiern konnte sowie Aufnahmen mit Bejerano und dem Latinjazz-Percussionisten Sammy Figueroa vorlegte.

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Über die Jahre haben eine Anzahl wirklich innovativer Jazzmusiker immer wieder neue Instrumente in dieses Genre eingeführt. Sowohl die Flöte, die Geige, das Waldhorn wie auch die Bassklarinette oder die Harmonika wurden ursprünglich als „ungeeignet“ für den Jazz betrachtet, verschafften sich aber über kurz oder lang bedeutende Positionen – sofern sie sich in den richtigen Händen befanden.

Mit The Swingin’ Bassoon fügt Daniel Smith selbstbewusst auch sein Instrument jener vielfältigen Kategorie hinzu, die vom Downbeat-Magazin in dessen jährlichen Polls so lapidar als „sonstige Instrumente“ bezeichnet wird.

Daniel Smith – „The Swingin’ Bassoon“ (Zah Zah Records ZZCD 9824)

 

 

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