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Miriam NettiMiriam Netti ist in Apulien aufgewachsen, wo sie in ihrer Jugend Klavierunterricht bei Mario Rosini hatte, der sie u. a. mit der Musik von Billie Holiday und Duke Ellington, aber auch mit den Sängerinnen Mina und Ornella Vanoni bekannt machte, die in den Siebzigern durch italienische Bossa-Nova-Adaptionen bekannt geworden waren.
Seit einigen Jahren lebt Miriam Netti in Berlin, wo sie bereits mit vielen unterschiedlichen Musikern zusammengearbeitet hat. Hier begegnete sie auch dem Pianisten und Komponisten Christian von der Goltz, der von ihrer Stimme und ihrem überragenden Talent so beeindruckt war, dass er ihr gleich eine Sammlung von Bossa-Nova- und Pop-Kompositionen anvertraute, für die er bislang nicht das passende Projekt gefunden hatte. Umso erstaunter war er, als sie nur drei Wochen später bereits zu fünf dieser Kompositionen Texte geschrieben hatte, die sich mit den Melodien und Rhythmen zu einem Ganzen verschmolzen, als seien sie aus einer Hand. Ihre Verse, die witzig und provokativ, zugleich aber von großer emotionaler Tiefe sind, ergänzen sich vollkommen mit den Harmonien der Stücke, die an ihre großen Vorbilder Strayhorn und Jobim denken lassen. Dies war die Geburtsstunde einer äußerst fruchtbaren Zusammenarbeit, die in der Folgezeit noch zahllose weitere Kompositionen entstehen ließen, die nur zum Teil auf dieser CD vorgestellt werden, und somit noch auf weitere Sternstunden dieser Kollaboration hoffen lassen. Zur gleichen Zeit arbeitete Miriam Netti auch mit dem in Berlin lebenden italienischen Gitarristen Gianluca Sala zusammen, der schließlich zwei Kompositionen zu der CD beisteuerte. Nach einer Reihe von Auftritten in Berlin beschloss sie, mit ihrer Band ins Studio zu gehen. Bei der Auswahl ihrer Musiker bewies Miriam guten Geschmack: Neben Christian von der Goltz (p, Wurlitzer piano, voc, perc) und Johan Leijonhufvud (g) spielen mit: Sidney Pfnühr (as, cl), Armando Chuh (perc), der in den Achtziger Jahren in Saõ Paulo mit allen großen Namen der dortigen Szene spielte, und das Rhythmusduo Gary Hoopengardner (b) und Sebastian Merk (d), die beide, zusammen mit dem Guitarrist Johan Leijonhufvud, bereits mit Till Brönner auf Tour waren.
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