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Billy Cobham: Culturemix - Colours

Wir haben ihn noch gut im Ohr, den fabelhaften Culturemix , mit dem Fusion-Meister Billy Cobham uns 2002 seine erste Platte nach einer ganzen Dekade Wartezeit bescherte. Mit einer Traumbesetzung von Musikern aus fünf Nationen machte sich der Jazzrock-Nestor vor zwei Jahren daran, frischen Wind in ein oft als anachronistisch belächeltes Genre zu bringen.

Billy Cobham's Culturemix - "Colours"
  In & Out Records (in-akustik 02070672), 2004

In den letzten Jahren hat Cobham mit unermüdlichem Experimentierdrang überrascht: Sein letztjähriges "The Art of Five" huldigte dem akustischen Konzept, in dem Sting-Trompeter Guy Barker und Saxer Donald Harrison mit von der Partie sind. Diese exquisite Quintettscheibe und der erste Culturemix stellten eine jeweils akustische und elektrische bisherige Krönung im umtriebigen neuen Millennium der Cobham-Vita dar.

Die wird nun mit neuen Finessen unter dem Titel Billy Cobham’s Culturemix "Colours" bereichert. Wiederum ist die Stammbesetzung des neuen Cobhamschen Fusion-Dreamteams beteiligt: Der hitzig-virtuose und zugleich so feinsinnige Gitarrist Per Gade (DK) und long time companion Stefan Rademacher (D) am Bass auch der Trinidader Wilbert "Junior" Gill schwingt wieder die Stöcke seiner Steel Pan. Neu im Boot ist der in Schweden aufgewachsene, doch in Spanien wurzelnde Marcos Ubeda, der eine vielschichtige Palette von Keyboard-Sounds liefert.

Cobhams multikulturelle Band festigt als grandios aufeinander abgestimmte Truppe ihren Ruf als spannender Fusion-Act und überzeugt sowohl mit großer Jazzrock-Geste, als auch mit leiseren ethnisch angehauchten Tönen - dass der globale Touch so gelungen ist, mag nicht zuletzt daran liegen, dass das Opus in Peter Gabriels RealWorld-Studios abgemischt wurde.


Trackliste:

1.Cuba On The Horizon
2.Dessicated Coconuts
3.Volcano
4.Where Do We go From Here
5.Black Orchid
6.Cara Mia
7.Coffee Brown - Olive green
8.Moscow Meeting
9.There And Back
10.Red & Yellow Cabriolet


Reviews

Schon nach dem Einlegen der CD wird einem nach wenigen Sekunden des ersten Stückes "Cuba on the Horizon" einiges deutlich: Cobham spielt auf diesem Album noch sauberer und präziser, als man ihn bislang kennt, bleibt aber dabei unverkennbar schwarz und groovy. (Amazon.de)

Der Band- und der Albumname verraten es schon. Billy Cobham mixt hier munter einige Farben zusammen: karibische Steel Pans mit flächigen Keyboard-Sounds, einem groovenden E-Bass oder einer treibenden E-Gitarre. Aber zwischendurch wird auch ein wenig verhaltener und akustisch anmutender musiziert. Hier geht es Meistertrommler Cobham darum zu zeigen, dass eine kollektive Basis mit verschiedenen musikalischen Hintergründen funktionieren kann, auch individualistisch.
Dass Cobham selbst flexibel mit seinen Drumsticks umzugehen weiß, hört man auf diesem Werk. Muskulös und dabei doch filigran ist sein Spiel, immer mit einem Ohr für die Mitstreiter. Die kommen aus Skandinavien (Gitarrist Per Gade), aus England (Trompeter Guy Barker) oder aus Deutschland (Bassist Stefan Rademacher). Fusion mit manchmal leichtem Rockeinschlag und oft viel karibischem Flair - eigentlich ist der Musikmix von Culturemix kalter Kaffee. Auch wenn man einem wie Cobham doch ganz gerne beim Trommeln zuhört. Christoph Giese, Jazz thing

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